Dank für gestern, Liebe für morgen

Zum Jahresauftaktkonzert der Gemeinde Oberndorf hielten Sänger und Instrumentalisten mit einem bunten Programm Rückschau auf das Jahr 2012 und stellten die Liebe Gottes und die Liebe untereinander in den Mittelpunkt für das neue Jahr 2013.

Der Jahreswechsel ist zumeist ein Anlass, Rückschau zu halten und Pläne für die Zukunft zu gestalten. Vor diesem Hintergrund veranstaltete die Gemeinde Oberndorf am Sonntag, den 13. Januar 2013 ein Konzert zum Jahresauftakt.

Bereits mit dem ersten Titel „Ehre sei Gott in der Höhe“ aus der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert brachten die Sänger in kraftvoller und freudiger Weise Gott Lob und Dank für seine Nähe und seine Hilfe im vergangenen Jahr entgegen. Im weiteren Fortgang des bunt gemischten und vielfältigen Programms stellte der Kinderchor allen Zuhörern die Frage „Hast du heute schon danke gesagt“ und machte dabei auf viele kleine Selbstverständlichkeiten aufmerksam, die uns auch im vergangenen Jahr aus der Güte Gottes zuteil geworden sind – seien es Wohn- und Schlafgelegenheiten, die täglichen Speisen, doch nicht zuletzt die Liebe, die uns Gott in seinem Sohn entgegengebracht hat. Nachdem Bariton-Tuba, Violine und Klavier mit „Nkosi Sikelel‘ i Afrika“ außergewöhnliche, doch mitreißende Töne angeschlagen hatten, setzte der Jugendchor mit dem sanften und gefühlvoll vorgetragenen Titel „My only hope is you“ einen besonders emotionalen Akzent, den im weiteren Verlauf u.a. Gemeinde- und Frauenchor mit „Meine Seele ist stille in dir“ und „Weiß ich den Weg auch nicht“ weiter vertieften. Das von der Orgel kraftvoll vorgetragene „Prelude in classic style“ markierte den Abschluss des ersten Programmteils.

Die Liebe stand im Mittelpunkt des zweite Konzertabschnitts, der mit einer modern vorgetragenen Klavierbearbeitung von „Ich bete an die Macht der Liebe“ eröffnet wurde. In der Folge wurden die Zuhörer aufgefordert, die Liebe Gottes wahrzunehmen, sie in die Welt hinauszutragen, anderen Liebe zu schenken und so den Herrn Jesus Christus zu verkündigen. Auch hier spannten Gemeindechor, Jugendchor und Kinderchor wieder einen weiten stilistischen Bogen, angefangen mit „Liebet einander“ und „Lasset uns aber wahrhaftig sein“, zwei Titel aus dem Genre Neuer Christlicher Chormusik. Weiterhin folgte eine von Sopran und Klavier vorgetragene, aus dem evangelischen Gesangbuch bekannte, alt ehrwürdige Vertonung von „Liebe, die du mich zum Bilde“ sowie ein „Largo“ aus Johann Sebastian Bachs „Doppelkonzert in d-Moll“ – vorgetragen von zwei Klavieren.

Der besondere Auftrag, den Jesus Christus uns als Christen gegeben hat, kam im anschließenden, vom Gemeindechor vorgetragenen Titel „Gott sendet seine Boten“ zum Ausdruck, der in besonders berührender Art und Weise deutlich machte, dass wir als Boten Gottes seine Liebe in der Welt verkünden sollen. Nachdem mit „Bist du bei mir“ eine von Violine und Klavier vorgetragene Bach-Arie erklungen war, setzten Gemeindechor, Klavier und Orgel mit „Herr, mein Leben, es sei dein“ einen eindrucksvollen, doch zugleich aufmunternden und besinnlichen Schlusspunkt.

Durch das breit gefächerte Spektrum des Programms konnte sich sicher ein jeder Zuhörer ein stückweit in seinen Hörgewohnheiten wiederfinden und mit den vorgetragenen Inhalten identifizieren. Damit alle Anwesenden nicht nur mit einem guten Gefühl im Herzen in das neue Jahr gehen konnten, hatten die Jugendlichen der Gemeinde eine kleine Aufmerksamkeit vorbereitet, die jeder Zuhörer am Ende des Jahresauftaktkonzerts erhielt: eine an einen Teebeutel geheftete Klammer, an der jeweils einer von neun Bibelsprüchen festgeklebt war, die zuvor in vertonter Weise erklungen waren. Bezirksältester Standke, der durch das Programm geführt hatte, verband mit diesem kleinen Geschenk den Wunsch, das Konzert und die darin enthaltene Botschaft weiter im Herzen zu bewegen und darüber nachzudenken – am besten bei einer guten Tasse Tee.

Text: P.S. / Fotos: A.L. und U.S.