Ewiges Leben hat damit zu tun, wie man Gott und den Nächsten liebt

Mit dem Bibelwort Lukas 10, 27 knüpfte Bezirksapostel Klingler am 15. Januar 2014 in der Gemeinde Oberndorf an das vom Stammapostel gegebene Jahresmotto „Mit Liebe ans Werk“ an.

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lukas 10, 27)

Bezug nehmend auf das vorgetragene Chorlied „Ihr seid das Salz der Erde“ griff Bezirksapostel Klingler ein Bild auf, das sich ihm beim Betreten des Kirchengrundstücks geboten hatte. Dort hatten einige Geschwister mit liebevoll geschmückten Kerzen den Weg ins Gotteshaus gewiesen, „dass sich keiner verläuft oder einen Fehltritt macht.“ Und genau dazu braucht Gott uns als Menschen - als solche Lichter, die einerseits Wegweisung bieten und andererseits auch den Menschen um uns herum Sicherheit geben.

Zum verlesenen Bibelwort führte der Bezirksapostel aus, dass Schriftgelehrte zum Herrn kamen und ihn fragten, was sie tun müssten, um das ewige Leben zu erlangen. Jesus selbst gab die Frage zurück: „Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?“ – Die Antwort gibt das Bibelwort. Und so machte der Bezirksapostel den Zusammenhang deutlich: „Ewiges Leben hat damit zu tun, wie man Gott und den Nächsten liebt.“ – Das ist kein Ratschlag, sondern eine Notwendigkeit, um das ewige Leben zu erlangen.

Wir als Christen mögen schnell geneigt sein, zu sagen, dass wir Gott und Jesus Christus lieben. Doch so, wie Menschen unterschiedliche Bilder von einem Haus oder von einem Kind haben, so haben auch wir unterschiedliche Bilder von Gott. Gott ist heute nicht mehr im Verborgenen tätig, wie dies im Alten Testament beispielsweise durch die Wolken- und Feuersäule der Fall war. Er ist durch Jesus Christus als liebender Gott wahrnehmbar geworden, indem er sich den Menschen geschenkt hat.

Dieses Gottesbild wurde im Verlauf der Predigt anhand verschiedenster Beispiele vertieft. Christus mit der Frau am Jakobsbrunnen, Jesus und der Schächer am Kreuz, die Fußwaschung und das Wunder der Brotvermehrung. Daran wurde deutlich, dass die Wesenszüge Jesu und unsere Liebe ihm gegenüber uns dazu anregen sollen, mit eben genau solch einer Einstellung auch dem Nächsten zu begegnen.

Wenn wir Gott als allmächtigen Schöpfer in seiner Liebe und Größe erkennen und sehen, wie er mit uns umgeht, dann können wir gar nicht anders, als achtungs- und respektvoll mit dem Nächsten umzugehen. Jesus sagte schließlich: „... wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!“ (Lukas 6, 31). Jeder möchte in seiner Gemeinde so angenommen werden, wie er ist. Nehmen wir unseren Nächsten so, wie er ist! Behandeln wir ihn so, wie wir behandelt werden möchten!

Zum Abschluss seiner Predigt warb Bezirksapostel Klingler darum, die Atmosphäre in der Gemeinde in genau diesem Sinne aktiv mitzugestalten. Oft höre er Aussagen wie: „Da müsste man aber mal was machen!“ Oder: „Warum macht die Kirche nichts?“ „Wer ist denn die Kirche eigentlich?“, so darauf die Frage des Bezirksapostels. „Gemeinde, das sind doch wir!“ So, wie wir uns das Zuhause gestalten, können wir uns auch die Gemeinde gestalten. Zwar könne man, wenn beispielsweise der Teppichboden nicht mehr gut ist, nicht sofort einen neuen kaufen. Aber Atmosphäre in einer Familie und in einer Gemeinde können wir schon gestalten. Schließlich hängt das Wohlfühlen nicht von den Möbeln, dem Teppichboden oder der Tapete ab, sondern davon, was wir als Mitglieder einbringen.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahls spendete der Bezirksapostel einem Kind den Heiligen Geist. Den Eltern gab er den Ratschlag, aus der Nähe zu Gott und seinem Sohn heraus die Liebe in die Familie hineinzunehmen und diese auch in die Kinderseele hineinzupflanzen.

P.S.