Also hat Gott die Welt geliebt

Unter diesem Motto veranstalteten die Gemeindechöre und Instrumentalisten der Gemeinden Hermsdorf und Oberndorf am zweiten Advent ein gemeinsames Konzert.

Dieses Konzert war ein weiterer Schritt in Richtung Zusammenlegung der beiden Gemeinden, die bald eine gemeinsame Kirche bekommen sollen. Dass die Zusammenführung im Chor, Orchester, bei der Jugend und auch bei den Kindern schon weit vorangeschritten ist, konnte man an den Vorträgen sehen bzw. hören.

Los ging es mit dem Lied „Wir freuen uns, es ist Advent“, gefolgt vom Titellied des Nachmittages „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Friedhelm Deis. Es folgten bekannte und weniger bekannte Melodien in teils neuen Arrangements. Der Frauenchor bekräftigte „Advent ist es heut“, der Männerchor sang „Hört der Engel helle Lieder“. Besonderen Anklang und bereits zwischenzeitlichen Applaus bekamen die Kinder für ihren Vortrag „Stern über Bethlehem“ und „Eine Tür“. Ein Flötenensemble trug u.a. Böhmische Hirtengesänge vor, ein Streicherensemble spielte sehr gelungen die Kammersonate in c von Coricelli.

Ein Highlight (neben weiteren) war mit Sicherheit das von Kinder- und Jugendchor vorgetragene „Christmas is a time to love“ – Weihnachten ist eine Zeit der Liebe. Darin geht es u.a. darum, dass an den Weihnachtstagen vielleicht nicht immer alles so perfekt klappt, wie man es sich vorstellt. Trotz allem soll man nie vergessen: Weihnachten ist ein Fest der Liebe, und darum geht es an diesen Tagen.

Zum Nachdenken anregen sollte auch „Weihnachten ist leise“ von Dietrich Lohff. Dort heißt es im Refrain: „Wisst ihr es nicht mehr in dem Lärm der Welt? Weihnachten ist leise, nur das Stille zählt. Weihnachten war dunkel, Weihnachten war arm. Nur ein Stern der leuchtet, macht die Herzen warm.“ Etwas, woran man sich erinnern sollte in Zeiten der vielen bunten Lichter, des Lärms auf den Straßen und der alljährlichen Vorweihnachtshektik. Denn: „Die schönste aller Gaben ist, sich zu verstehn.“

Über 300 Besucher füllten das Hermsdorfer Stadthaus bis auf den letzten Platz und forderten am Ende sogar eine Zugabe, dem der Chor gern nachkam. Nach dem Konzert gab es die Möglichkeit, bei Kaffee und Tee das Konzert in Gesprächen nachklingen zu lassen. Zu wünschen wäre, dass einige Aussagen der Lieder auch in den Alltag mitgenommen werden und sich mehr Menschen daran erinnern, was Weihnachten eigentlich bedeutet.

S.B. / Fotos: A.L.