Viele Gäste und Nachbarn beim
Tag der offenen Tür

„Wir sind die neuen Nachbarn“: Unter diesem Motto gestaltete die Gemeinde Hermsdorf am Sonntag, 28.08.2016 einen Tag der offenen Tür in ihrem Neubau-Gemeindezentrum. Zahlreiche Gäste informierten sich und konnten die lebendige Gemeinde erleben.

Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen hatten die Gemeindemitglieder Nachbarn, Freunde und Bekannte eingeladen um ihnen ihr neues Gotteshaus vorzustellen. Dazu hatten sie Einladungskarten übergeben, Plakate ausgehängt und Informationen in den Zeitungen der Umgebung veröffentlicht.

Gleichzeitig wurde sichtbar, daß mit der Fusion der Gemeinden Hermsdorf und Oberndorf zur neuen Gemeinde Hermsdorf eine überaus lebendige Gemeinde entstanden ist. Die Gemeinde zählt 259 aktive Mitglieder jeden Alters, welche sich in den verschiedensten Gruppen engagieren und ihren Glauben leben, wobei dem Gottesdienst eine zentrale Bedeutung zukommt.

Die Neugierde der Besucher galt natürlich dem neuen Kirchengebäude – der Neubau einer Kirche kommt in heutiger Zeit nicht so oft vor - und den sich damit bietenden Nutzungsmöglichkeiten. Von Interesse waren neben dem Kirchensaal auch die Sakristei, die für die Kinderunterrichte zur Verfügung stehenden Räume und nicht zuletzt die Sanitärräume und Außenanlagen.

Viele Dinge waren durch viele fleißige Hände vorbereitet. Bereits im Außenbereich standen Pavillons, wo Kinder bastelten konnten. Im Foyer war auf einem Bildschirm eine Präsentation über die Geschichte der Gemeinden Hermsdorf und Oberndorf einschließlich des Baues des neuen Kirchengebäudes zu sehen. In der Sakristei wurde in einer Präsentation über die Neuapostolische Kirche und deren Lehre sowie die Gemeinsamkeiten im christlichen Glauben ebenso informiert wie an den Stehtischen im Foyer. Es entwickelten sich viele schöne Gespräche, auch mit Vertretern anderer christlicher Kirchen.

Der Gemeindevorsteher stellte die Gemeinde und ihre Akrivitäten vor. Dabei traten der Kinderchor, der Jugendchor und der Gemeindechor oder die Instrumentalgruppe auf. Die neue Orgel wurde durch die Organisten in eindrucksvoller Weise präsentiert, ebenso die anderen Instrumente. Die Vorführung eines von der Jugendgruppe selbst gedrehten Filmsmit dem Titel  „Undercover-Christ“ fand ebenfalls viele Zuschauer, die zum Nachdenken angeregt wurden. Viele Helfer aus der Gemeinde sogten für ein umfangreiches Imbissangebot an diesem Nachmittag.

Den Höhepunkt bildete eine von den Chören und Instrumentalisten gestaltete musikalische Abendandacht, die Jesus Christus in den Mittelpunkt rückte. Dabei gingen nicht nur die Lieder, sondern auch die Textbeiträge, wie z.B:

Bunte Gesellschaft an Bord                                                                                                                                                                                                                         War das eine Vielfalt in der Arche! Der alte Noah und seine Frau, die jungen Söhne und deren Frauen. Und dann die vielen verschiedenen Tiere. Ein wunderbares Bild für die Gemeinde. Da ist der Windhund, der allen voran ist, und die Schnecke, die immer hinterherkommt. Das gibt es in einer Gemeinde, Menschen, die schnell und vorneweg sind, und andere, die hinterherkommen. Aber sie gehören beide dazu, und Gott hat sie lieb. Da ist der Löwe mit seinem mächtigen Haupt und seinen starken Pranken, der König der Tiere, und die kleine Maus, die nur piept und um die Ecke huscht. Starke Menschen mit Führungsqualitäten und schwache Menschen, die scheu ihr «Piep» sagen, gehören in der Gemeinde zusammen. Und was sie rettet, ist nicht ihre Stärke, sondern das In-der-Arche-Sein. Da ist die Nachtigall, die so schön singt, dass alle begeistert sind, und der Spatz, der nur so herbe pfeift. Jeder wirkt in der Gemeinde auf seine Weise, und Gott freut sich an der Vielfalt der Gaben und Stimmen. Da ist der Elefant mit seiner massigen Gestalt und dicken Haut. Wo der hintritt, wächst lange nichts mehr, und an seiner Haut scheint alles abzuprallen. Aber es gibt auch das zarte Reh, das so leicht verletzt und gekränkt, zerbrechlich und empfindsam ist. Bei Gott wohnen Menschen mit einem dicken Fell und solche mit dünner Haut in einem Schiff. Wie massig und unempfindlich sind die einen, wie verletzt und schnell verwundet die anderen. Aber Gott hat sie alle sorgsam in seiner Hand.
Da ist die Eule, deren Weisheit man rühmt, und das Schaf, das man für dumm hält, nur weil es den Mund nicht auftut. Auch in der Gemeinde leben Menschen mit Weisheit und Erkenntnis. Und andere hält man fälschlicherweise für dumm, nur weil sie still und schweigsam sind. Aber Gott sieht ihr Herz an und freut sich über alle, die in der Arche leben.
Da ist der Pfau mit der wunderbaren Farbenpracht seines Federkleides, die allen ins Auge fällt, aber auch die Ratte, vor der sich viele ekeln. Manche Menschen in der Gemeinde können ihre Gaben zur Geltung bringen, dass es eine Pracht ist. Andere denken, sie wären wie eine Ratte, die niemand mag. Aber Gott mag sie und lässt sie in seiner Arche überleben.
Was uns Menschen rettet, sind nicht unsere Vorzüge oder Qualitäten. Was uns zugrunde richtet, sind nicht unsere Schwächen und Fehler. Sondern wir überleben in Gottes Gemeinde und gehen außerhalb seiner bergenden Liebe verloren.
                                                                                                                                                                                                
Quelle: Axel Kühner, Überlebensgeschichten für jeden Tag, Aussaat Verlag

Der Glaube an Jesus Christus vereint alle Christen, dies wurde beim gemeinsamen Singen des Liedes „Großer Gott wir loben dich“ nochmals deutlich. Anschließend nutzten viele der Anwesenden die von der Jugendgruppe vorbereitete Möglichkeit, einen mit Helium gefüllten Ballon und einer selbst verfaßten Nachricht sowie der Vorstellung des neuen Gemeindezentrums in die Welt zu senden.

So ging ein schöner Tag mit viel positiven Echo zu Ende.