Errettung hat einen Namen: Jesus Christus

Seinen letzten Gottesdienst als aktiver Apostel vor seiner Inruhesetzung hielt Apostel Wittich am 18. Februar in der Gemeinde Hermsdorf.

Apostel Wittich legte diesem Gottesdienst ein Bibelwort aus Apostelgeschichte 4,12 zugrunde:

„Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“

Zu Beginn ging er auf das Lied der Sänger ein, die den Gottesdienst mit „Jesus will dir heut begegnen“ einleiteten. Das ist nicht nur ein Wunsch, den wir haben, das ist so. Er begegnet uns im Gottesdienst und begleitet uns durch unser Leben. Weiter im Lied heißt es „Jesus will dir Freude schenken“ und der Apostel wünschte allen, dass sie dies aus dem Gottesdienst mitnehmen können, weil wir oft in unserem Leid und Gedanken gefangen sind. Aber die Absicht Jesu ist es, Jedem Freude zu schenken.

Das Textwort bezieht sich auf die Begebenheit, als Petrus und Johannes sich vor dem Hohem Rat verantworten mussten, weil sie einen Kranken geheilt hatten. Das war nicht im Sinne der Pharisäer und Schriftgelehrten. Sie standen also vor den gleichen Personen, die zuvor Jesus zum Tode verurteilt hatten und wurden gefragt, aus welcher Kraft und in welchem Namen sie das taten. Anstatt aus Angst Jesu zu verleugnen, haben sie mutig bekundet, woher diese Kraft kam, nämlich von Jesus und ergänzt, dass in keinem anderen dieses Heil liegt.  Apostel Wittich bezeichnete diese Aussage von Johannes und Petrus als eine der klarsten und kraftvollsten Aussagen des Neuen Testamentes. Gott bietet eine umfassende Rettung, bei der nichts zurückbleibt. Es bleiben keine Reste übrig, denn alles ist heil. Diese Heilswirksamkeit ist nur allein mit Christus verbunden. Der Weg des Heils verpflichtet uns auch zu einem dialogfähigen, respektvollen Umgang mit anderen Überzeugungen.

Bischof Dietel ging noch einmal auf dieses klare Bekenntnis zu Jesus Christus ein und fragte sich und alle Anwesenden „Könntest du das auch?“ z.B. im alltäglichen Leben. Weiterhin ging er auf den Zustand der Seligkeit ein „Wir wollen selig werden“ hier auf Erden wird das von jedem anders interpretiert. Aber volle Seligkeit bedeutet vollkommenes uneingeschränktes Leben bei Gott. Ein Gottesdienst ist dabei wie eine Optikerstunde, in der der Blick wieder geschärft wird, dann ist der Weg wieder klar zu sehen. „Komm folge mir nach und der Weg zum Ziel wird ein einfacher.“

Priester Andreas Pilz ging auf das Erbe ein, das wir bekommen. Anders als im alltäglichen Leben darf jeder hundertprozentig Miterbe sein. Das Erbe wird nicht durch die Anzahl der Erben geteilt. Jesus hat nicht nur eine Brücke zum Vater gebaut, er selbst ist die Brücke und wir dürfen sie benutzen.

In diesem Gottesdienst wurden zwei Kinder versiegelt. Der Apostel erklärte, dass Gott bleibend Wohnung im Herzen der Kinder nimmt und damit ein besonderes Verhältnis zum lieben Gott hergestellt. Gott beugt sich über die Kinder und schaut nach, ob alles in Ordnung ist. So, wie es die Eltern bei ihren Kindern machen.

Priester Andreas Pilz wurde nach 26 Jahre Amtstätigkeit, davon 25 Jahre im priesterlichen Amt, in Ruhe versetzt. Apostel Wittich ging auf viele gemeinsame Erlebnisse ein, die die beiden verbinden und dankte ihm für seine Zuverlässigkeit und Treue. Er bat ihn, weiterhin für die aktiven Amtsträger zu beten und die weitere Entwicklung der Kirche und insbesondere der Gemeinde Hermsdorf zu begleiten.

Der Gottesdienst wurde mit einem gemeinsamen Lied „Der Herr ist mein Licht“ beschlossen, das alle Anwesenden mitsangen.

Nach dem Gottesdienst bedankte sich der Vorsteher der Gemeinde Hermsdorf, Hirte Dieter Tröger, beim Apostel für sein Wirken, seine Hilfe und seinen Rat und alles, was er auch für die Gemeinde Hermsdorf getan hat. Er übergab ihm im Namen der Gemeinde einen Feuerkorb mit Grüßen aus dem Holzland, mit dem sich der Apostel hoffentlich gern an die Gemeinde Hermsdorf erinnert.

Ein weiteres Dankeschön brachten die Bezirksjugendleiter Apostel Wittich entgegen. Sie dankten ihm für viele gemeinsame Stunden, bei denen auch oft hitzig diskutiert wurde. Um ihm zu beweisen, dass sie auch in Harmonie agieren können, hatten alle extra alle noch ein neues „Instrument“ gelernt und brachten dem Apostel und der Gemeinde noch zwei Ständchen dar.